Alison Krauss & Union Station – Arcadia

Kategorie: Albums, Country

KLANGSTART: März 2025

ALISON KRAUSS & Union Station kehren mit ARCADIA, ihrem insgesamt achten Album, mit langer Vorfreude zurück. Neben Krauss umfasst das Lineup die langjährigen Bandkollegen Jerry Douglas (Dobro), Barry Bales (Bass) und Ron Block (Gitarre) sowie das neueste Mitglied, den preisgekrönten Bluegrass-Sänger Russell Moore.

Als etablierte Institution wie Alison Krauss & Union Station kann man 14 Jahre Pause machen und dann wieder durchstarten, als wäre es nie gewesen. Die Rolling Stones hatten sogar eine 18-jährige Pause. Krauss war natürlich mit Tourneen mit Robert Plant beschäftigt, und die Mitglieder von Union Station sind ein Team von Bandleadern, die ihre eigenen Projekte verfolgen. Krauss hat in den letzten 30 bis 40 Jahren einen riesigen Fundus an Songs angesammelt. Dennoch ist sie eine Perfektionistin und ständig auf der Suche nach dem perfekten Song für den Albumauftakt. Als sie diesen in Jeremy Lister’s „Looks Like the End of the Road“ fand, rief sie die Band zusammen. Krauss singt und spielt weiterhin Geige, teilt sich den Leadgesang aber mit ihrem neuen Mitglied Russell Moore. Moore ersetzt den langjährigen Gitarristen und Sänger Dan Tyminski. Die Hauptstützen sind Jerry Douglas (Dobro, Lap Steel, Gesang), Ron Block (Banjo, Gitarre, Gesang) und Barry Bales (Bass, Gesang). Einige weitere Musiker sind auf ausgewählten Stücken von „Arcadia“ zu hören.

Das zehn Titel umfassende Programm enthält Lieder, die Krauss während der Bandpause gesammelt hat. Jeremy Lister’s „The End of the Road“, eröffnet das Album und gibt mit einer düsteren Geschichte voller Verzweiflung und Ernüchterung den Ton an. Alle bis auf zwei Stücke hier sind von verschiedenen Komponisten in Moll geschrieben, und die Texte unterstreichen Herzschmerz, Veränderung, Not, historische Tragödien und mehr. Krauss’ Bruder Viktor Krauss (der hier auch Klavier beisteuert) komponierte das unheilvolle „The Hangman“ nach einem Gedicht von Maurice Ogden. Es wird von Banjo, Klavier und Arco-Bass getragen, mit Moore’s ergreifendem, einsamem Gesang. „The Wrong Way“ von Tyminski und Robert Lee Castleman hat einen verträumten Unterton – es ist eine durchdringende Midtempo-Ballade mit der Dobro als Motor, der Krauss’ herzzerreißenden Gesang trägt. „Arcadia“ ist definitiv balladenlastig, was bedeutet, dass man in einer bestimmten Stimmung sein muss, um das Beste aus der Platte herauszuholen.

Glücklicherweise zieht das Tempo in der zweiten Hälfte des Albums etwas an. „North Side Gal“ ist ein echter Hoedown-Track – ein Cover eines Rockabilly-Songs von JD McPherson. Union Station verwandelt ihn in eine echte Partyhymne, die live zweifellos ein voller Erfolg sein wird. „Richmond On The Thames“ hüpft ähnlich dahin, mit Kontrabass und Banjo im Vordergrund, während Krauss den Leadgesang übernimmt. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, warum Krauss die Hauptrolle spielt. Sie bleibt eine jener Sängerinnen, die jeder Note Emotion verleihen können. „Arcadia“ ist der Sound von Union Station, die mühelos zu dem zurückkehren, was sie am besten können. Es mag nicht allzu viele Überraschungen geben, aber manchmal braucht man einfach den Klang alter Freunde, die wieder zusammenkommen, um meisterhaft gespielte Musik zu spielen.

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Alison Krauss & Union Station – Arcadia

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